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Prozess gegen Ausstellung

Die Freiheit der Kunst!



Jens O. Brelle
26.07.2010

Den russischen Kuratoren Andrej Jerofejew und Juri Samodurow drohten bis zu drei Jahre Straflager, weil sie mit ihrer Ausstellung "Verbotene Kunst" zu "religösem Hass aufgewiegelt" hätten. Ein Moskauer Gericht folgte jedoch nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, sondern ließ ein wesentlich milderes Urteil fallen. So bekamen beide lediglich eine Geldstrafe zwischen 3800 und 5200 Euro. Der Prozess hatte für Aufsehen in der Künstlerszene und bei Menschenrechtsorganisationen gesorgt. So verteilte z. B. die Künstlergruppe "Wojna" als Zeichen des Protests einige Tausend Kakerlaken im Gericht aus. 

 

Menschenrechtsorganisationen befürchteten, dass das neue Russland an die Zensur der Sowjetunion anknüpfe. In der Ausstellung wurden unter anderem Werke der Künstler Ilja Kabakow und Michail Roginski gezeigt, die vor allem in den 70er Jahren mit dem sowjetischem System nicht übereinstimmten. Laut Staatsanwaltschaft verletzte die Ausstellung die Gefühle russisch-orthodoxe Christen.



 
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