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Graffitikünstler OZ muss nicht in Haft

Keine Hemmungen?!



Jens O. Brelle
06.02.2012

Hamburgs bekanntester Graffitikünstler OZ muss nicht hinter Gitter, dass entschied das Landgericht Hamburg im Berufungsverfahren. Der Richter verurteilte den Sprayer zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro, das entspricht 250 Tagessätzen zu je sechs Euro. Außerdem riet er dem 62-jährigen notorischen Sprüher, dass Sprühen lieber zu lassen. Das Urteil sei kein Freifahrtschein, in möglichen folgenden Fällen könnte ein Richter auch eine Haftstrafe verhängen. Doch in diesem Fall sah der Vorsitzende Richter keinen Sinn in einer Haftstrafe, er begründete das mit der erheblich eingeschränkten "Hemmfähigkeit" des Angeklagten.

 

Dass die Taten schon bis zu vier Jahre zurücklagen, rechnete das Gericht ihm strafmildernd an. OZ prägt mit mehr als 120.000 OZ-typischen Symbolen das Hamburger Stadtbild. Allerdings seien die Taten des Sprühers nicht von der Kunstfreiheit gedeckt, da die beeinträchtigten Rechtsgüter überwiegen. OZ hat bereits rund acht Jahre im Gefängnis verbracht.



 
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