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Wirbel um Rechtsberatungsautomat

Alles nur heiße Luft?



Jens O. Brelle
08.06.2015

Bis vor kurzem sorgte das Start-Up "Kelsen" als echte Subsumtionsmaschine für Aufsehen in der Rechtsbranche und bei potentiellen Investoren. Mit Hilfe eines selbstlernenden Algorithmus sollten Nutzer dort passende Antworten auf ihre Rechtsfragen finden, und zwar kostenlos und in Echtzeit. Tatsächlich wurden jedoch nur die Datenbanken von Konkurenten kopiert - insbesondere "Frag-einen-Anwalt" und mit irreführenden Aussagen geworben, so das Landgericht Berlin.

 

QNC als Diensteanbieter von "Frag-einen-Anwalt" erwirkte vor dem Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung. Kelsen darf nun nicht mehr auf die öffentlich zugänglichen Daten der fremden Plattform zugreifen und muss auf verschiedene Werbeaussagen verzichten, unter anderem auf die Bezeichnung „innovative Analysemethode“.

 

Dem Kritikpunkt vieler Medien, dass Kelsen vor Investoren nur heiße Luft pitchte, widerspricht der Geschäftsführer Aragón: "Leider gibt heutzutage niemand mehr Geld für eine bloße Idee aus. Aus diesem Grund müssen Startups mit ihren Ideen so schnell wie möglich auf den Markt gehen, um so ein Produkt zu bauen, das funktioniert und bei den Nutzern gut ankommt. Sie können das Produktmarkt-Fit, Proof-of-Concept, Traktion, etc. nennen - aber ‘Luftschloss' ist eine respektlose Bezeichnung für die Arbeit von vielen Entrepreneurs, die es wagen, mit wenig Ressourcen zu innovieren."



 
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