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Rechtsstreit um

Eigentor für Hergé?



Jens O. Brelle
11.06.2015

iRights.info berichtet über einen interessanten Rechtsstreit von Moulinsart gegen einen Verein von Tim-und-Struppi-Fans aus den Niederlanden. Wegen der Verwendung von Tim und Struppi-Ausschnitten hatte der Rechtsstreit eine unerwartete Wendung genommen.

 

1983 starb der Comiczeichner und Tim-und-Struppi-Schöpfer Hergé. Heute verwaltet eine nach ihm benannte Stiftung den Nachlass im Namen der Erben. Das angegliederte Unternehmen Moulinsart vermarktet diese Figuren unter strenger Kontrolle.

 

Aus einem Vertrag, den die Tim-und-Struppi-Fans dem Den Haager Berufungsgericht vorgelegt haben, soll jedoch hervorgehen, dass das Unternehmen die beanspruchten Rechte gar nicht besitze. Hergé habe seinerzeit die Verwertungsrechte exklusiv an den Comicverlag Casterman übertragen.

 

iRights.info schreibt dazu jedoch weiter, Zitat: "Dass das Unternehmen nun gar keine Rechte mehr an „Tim und Struppi" geltend machen könne, wie es bei „The Beat" anklingt, scheint aber übertrieben. Das Urteil scheint eher zu sagen: Moulinsart kann nicht mit dem Urheberrecht gegen das Fanzine vorgehen. An Moulinsarts Marken- und Namensrechten hat das Gericht demnach aber nicht gezweifelt. Im konkreten Streit nutzten sie jedoch nichts, da das Fanzine sie nicht verletzt habe."



 
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