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Poker-Gewinne können einkommensteuerpflichtig sein

Persönlich und individuell!



Jens O. Brelle
10.12.2012

Das Kölner Finanzgericht hat entschieden, dass die Gewinne eines Pokerspielers der Einkommensteuer unterliegen können. Nicht das Kartenglück spiele eine Rolle, sondern die analytischen und psychologischen Fähigkeiten eines Spielers seien maßgeblich, so dass das Gericht die regelmäßigen Gewinne als gewerbliche Einkünfte betrachtet. Geklagt hatte ein Freizeitpokerspieler, der bereits seit über 20 Jahren weltweit an Pokerturnieren teilnimmt. Zwischen 2003 und 2007 soll er über eine halbe Million Euro gewonnen haben.

 

Die Vorsitzende Richterin betonte, dass es bei der Steuerpflicht nicht darauf ankomme, ob es sich beim Pokern um ein Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel im Sinne des Glücksspielstaatsvertrages handelt, vielmehr handele es sich um eine individuelle Entscheidung, die auf die persönlichen Spielereigenschaften des Klägers zugeschnitten seien. Wo nun jedoch die Grenze zu ziehen sei, blieb offen. Fraglich ist nun noch, ob der Kläger nun Revision gegen das Urteil einlegt und vor den Bundesfinanzhof zieht.



 
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