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Über Günther Jauchs Tochter darf weiter berichtet werden

Einmal drin, immer drin?!



Jens O. Brelle
11.11.2013

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die zehnjährige Tochter des Moderators Günther Jauch, die Berichterstattung über sich dulden muss. Da die Presse bereits in der Vergangenheit über sie berichtet hatte, muss sie nun auch die Berichterstattung in der Zeitschrift "Viel Spaß" über sich dulden. Die im Burda-Verlag verlegte Zeitschrift hatte in einem Beitrag über die Ehe der Jauchs geschrieben: "Sie (die Mutter) kümmert sich im heimischen...um die vier Kinder, die beiden leiblichen Töchter Svenja (21) und Kristin (18) sowie die adoptierten Mädchen K. (14) und M. (10)." Die beiden Vorinstanzen entschieden noch, dass M. die Unterlassung der Veröffentlichung fordern kann.

 

Der BGH begründete seine Entscheidung damit, dass bei der Veröffentlichung zwar ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung greife, da sie aber Presseberichte aus den Jahren 2000 und 2008 "hingenommen" habe und diese Daten der Öffentlichkeit weiter zur Verfügung stehen, muss sie die Berichterstattung nun dulden. Vertreten wurde die Zehnjährige vor Gericht von ihren Eltern, die damit möglicherweise eine erneute und weitere Berichterstattung unterbinden wollen. Noch ist in dieser Hinsicht nicht alles verloren, da Grundrechte betroffen sind, steht noch der Weg zum Bundesverfassungsgericht offen.



 
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