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Tim Wiese siegt im Streit gegen Jens Lehmann

»Einweisen - am besten in die Geschlossene!«



Jens O. Brelle
29.08.2011

Die Auseinandersetzung zwischen den Torhütern Tim Wiese und Jens Lehmann abseits des Fußballplatzes ist vorerst beendet. Lehmann kritisierte Wiese nach dem Champions-Leage-Spiel gegen Tottenham Hotspurs am 14.September 2010 in seiner Rolle als Experte für den Bezahlsender Sky. Wiese konterte wie folgt: "Der Lehmann soll in die Muppet-Show gehen. Der Mann gehört auf die Couch. Vielleicht wird ihm da geholfen. Einweisen - am besten in die Geschlossene!" Lehmann wollte diesen Ratschlag jedoch nicht annehmen, zog vor das Landgericht München und forderte eine Geldentschädigung in Höhe von 20.000 Euro. Lehmanns Würde und Ehre seien durch die Aussage von Tim Wiese verletzt. Ob es sich tatsächlich um eine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung handelt, musste dann das Gericht entscheiden.

 

 Dies schlug den Torhütern zunächst aber einen Vergleich zu, nach dem Wiese vorgerichtliche Kosten in Höhe von 1000 Euro tragen sollte und alle weiteren Ansprüche damit abgegolten sein sollten. Beide Seiten lehnten den Vergleich ab. Nun hat das LG München entscheiden, dass Lehmann keinen Anspruch auf Schmerzensgeld hat. Das Gericht war der Ansicht, dass Wieses Aussage kein rechtswidriger Eingriff in Lehmanns allgemeines Persönlichkeitsrecht ist, schließlich wären Schimpfwörter im Profifußball an der Tagesordnung. Lehmann kann gegen das Urteil  noch Rechtsmittel einlegen.



 
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