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TV-Fußballrechte-Exklusivvermarktung verstößt gegen EU-Recht

1 zu 0 für Fußballfans!



Jens O. Brelle
10.10.2011

Für Fußballfans war die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes über die Exklusivvermarktung der TV-Rechte wohl eine der wichtigsten Entscheidungen in diesem Jahr. Der EuGH ist nämlich zu dem Schluss gekommen, dass die Vermarktungspraxis der Fußball-Ligen gegen europäisches Recht verstösst. Verursacht hat das Urteil eine Frau, genauer gesagt eine Pub-Besitzerin in England. In ihrem Pub wird Fußball über einen griechischen Pay-TV-Sender geguckt. Als Grund dafür gab sie an, dass der Sender aus Griechenland günstiger sei, als sein britisches Pendant BSkyB. Die Premiere League klagte schließlich und kassierte nun eine Niederlage, die die gesamten Fußballligen in Europa beeinflusst.

 

So stellte der EuGH fest, dass zum Empfang von Übertragungen im Pay-TV ausländische Decoderkarten nicht verboten werden dürfen. Entsprechende nationale Vorschriften verstoßen somit gegen europäisches Recht und müssen nach dem Grundsatz des freien Dienstleistungsverkehrs und dem Wettbewerbsrecht der EU angepasst werden. Der Fußballfan darf sich also in Zukunft über ein breites Angebot an bezahlbarem Bezahlfernsehen freuen.



 
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