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WAZ gewinnt gegen BMI - Olympia-Medaillenziele müssen öffentlich gemacht werden

Gold für die Pressefreiheit!



Jens O. Brelle
13.08.2012

Journalisten der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) haben das Bundesinnenministerium (BMI) vor dem Verwaltungsgericht Berlin verklagt: Das BMI hält die Medaillenziele für die Olympischen Spiele in London gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geheim und weigert sich diese offenzulegen.

 

Der DOSB hat schon 2008 mit den Sportverbänden Vereinbarungen geschlossen, in denen genau festgelegt ist, wie viele Medaillen die Verbände bei den Olympischen Spielen gewinnen müssen. Das BMI rechtfertigt die Nichtveröffentlichung dieser Zielvereinbarungen unter anderem damit, dass diese Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse beinhalten, in die sonst eingegriffen werden.

 

Das sah das Verwaltungsgericht Berlin allerdings anders und folgte in seinem Beschluss der Argumentation der WAZ: Der Staat finanziert den Spitzensport. Was und wie viel der Staat finanziert ist zum Teil abhängig von der Medaillenzahl. Da hier Steuergeld ausgegeben wird, müssen die Medaillenziele auch den Steuerzahlern zugänglich sein. Demnach forderte das Verwaltungsgericht Berlin das BMI auf die Ziele so schnell wie möglich zu veröffentlichen.



 
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