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Urheberrecht für aktive Wachträume?

Weltliche Entscheidung!



Jens O. Brelle
23.06.2014

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, dass nach einer Eingebung niedergeschriebene spirituelle Texte urheberrechtlich geschützt sein können. Konkret ging es in diesem Fall um den Text, der in den 1960er Jahren einer US-amerikanischen Professorin für Psychiatrie in aktiven Wachträumen diktiert worden ist. Dabei handelte es sich um niedergeschriebene Eingebungen des Jesus von Nazareth. Die Rechte an dem Text übertrug die Professorin an eine Stiftung, welche nun einen deutschen Verein, der die Texte veröffentlichte, auf Unterlassung verklagte.

 

Das OLG Frankfurt entschied, dass das es bei der Begründung von Urheberrechten auf den tatsächlichen Schaffensvorgang ankomme und der geistige Zustand des Werkschaffenden dabei unerheblich sei. Der deutsche Verein hatte zuvor argumentiert, dass die Professorin lediglich Gehilfin oder Schreibkraft gewesen sei, der kein individueller persönlicher Gestaltungsspielraum zugekommen sei. Die Stiftung kann demnach gem. § 97 Abs. 1 Urhebergesetz Unterlassung verlangen.



 
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