• erweitert

  •  

 
 



Aus für digitale Versionen von Printprodukten?

Änderung im Steuerrecht.



Jens O. Brelle
12.01.2015

Sind kostenlose digitale Ausgaben von Printmagazinen bald für Verlage nicht mehr finanzierbar? Geht man nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes, dann lohnt sich das Angebot bald nicht mehr. Grund ist eine Änderung des Steuerrechts. Derzeit hatten die Käufer von Printausgaben häufig die digitale Version kostenlos dazubekommen. Ab Januar müssen Produkte wie Apps oder E-Books jedoch mit 19 Prozent Mehrwertsteuer besteuert werden, da sie steuerrechtlich nicht als Bücher, sondern als elektronische Dienstleistungen gelten. Werden sogenannte Bundels verkauft, müssten die Verlage auf einen Teil des Verkaufspreises die höhere Mehrwertsteuer zahlen.

 

Hier also für die digitalen Ausgaben der Zeitungen. Das dürfte sich für die Verlage wenig lohnen, da für das gleiche Produkte mehr Steuern gezahlt werden müssten. Einige Verlage haben bereits angefangen die digitalen Ausgaben einzustellen oder sich bezahlen zu lassen. Geht es nach der Bundesregierung, so soll der Mehrwertsteuersatz für digitale Bücher und Zeitschriften angepasst werden, also auf 7 Prozent. Dafür ist allerdings die Genehmigung der EU-Kommission erforderlich und die steht solchen Steuerermäßigungen eher kritisch gegenüber.

 

Update:

Auch die Besteuerung von Apps ändert sich:

http://mobilbranche.de/2014/12/ios-apps-besteuerung



 
Zurück
 
Nächster Artikel

ARCHIV: Medienrecht (258)

Titel
 
Autor, Datum
 
Thema
 
Kommentare
Zugriffe


 
 
 
Page  01 02 03 04 05  of 05
 
Go to Page