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Pechstein-Klage ein Meilenstein im Sportrecht

Ein sehr großer Tag!



Jens O. Brelle
23.02.2015

Die Berliner Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat nach ihrer Dopingsperre im Schadenersatzstreit gegen den Internationalen Fachverband für Eisschnelllauf (ISU) einen Etappensieg errungen.

 

Das Oberlandesgericht München hat mit Zwischenurteil  entschieden, dass die zwischen der Athletin und dem ISU im Januar 2009 getroffene Schiedsvereinbarung wegen Verstoßes gegen zwingendes Kartellrecht unwirksam ist.

 

Der Rechtsstreit um Schadensersatzansprüche von Claudia Pechstein stellt die Sportgerichtsbarkeit auf den Prüfstand. Die Eisschnellläuferin verklagt zur Zeit den Eisschnelllauf-Weltverband auf Schadensersatz. In dem Rechtsstreit geht es vor allem um die Wirksamkeit von Klauseln, die den Athleten bei sportrechtlichen Streitigkeiten den Gang zu den Zivilgerichten versperren.

 

Das Oberlandesgericht München entschied, dass die zwischen der Athletin und dem ISU im Januar 2009 getroffene Schiedsvereinbarung wegen Verstoßes gegen zwingendes Kartellrecht unwirksam ist. Die vor dem deutschen Zivilgericht erhobene Klage sei damit zulässig. Anders als die Vorinstanz erkennt das OLG zudem den Spruch des Court of Arbitration for Sports (CAS) nicht an. Die deutschen Gerichte seien daher nicht an dessen Feststellung gebunden, dass die Dopingsperre zu Recht ergangen sei.

 

Der ISU hat bereits angekündigt Revision einlegen zu wollen. Claudia Pechstein sagte hingegen: "Das ist ein sehr großer Tag für mich!"

 

Claudia Pechstein wird vertreten von Schertz Bergmann Rechtsanwälte.



 
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