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DFB-Regelungen zum Teil unzulässig

Der Ball ist rund...



Rita Vißing
17.03.2016

Der DFB (Deutscher Fußball-Bund), Dachverband von 27 deutschen Fußballverbänden, verabschiedete zum April 2015 das neue Reglement für Spielervermittlung. Doch nicht alle davon dürfen angewendet werden.

 

Nicht alle neuen Regelungen für Spielervermittlung vom DFB anwendungsfähig sind, so entschied das OLG Frankfurt am Main. Unter anderem die Regelung zu einer Registrierungspflicht der Spielervermittler wurde gestrichen. 

 

Anlass für die Klage war, dass sich die Spielervermittler in ihrer Berufsfreiheit beschränkt gesehen haben. Spielervermittler sind eigentlich keine Mitglieder des DFB, jedoch gelten die Regelungen für sie mittelbar. Grundhierfür ist die Verpflichung durch dem DFB zugehörige Spieler oder Vereine. 

 

In der Regelung zur vorgeschriebenen Registrierungspflicht sehen sie eine erhebliche Einschränkung. Das OLG Frankfurt hat diese Regelung nun als unzulässig erklärt. Die Spielervermittler seien nicht verpflichtet, eine Gebundenheitserklärung an die DFB-Regeln abgeben zu müssen und sich so der Verbandsgerichtsbarkeit zu unterwerfen. Eine Kenntnis der umfangreichen Regelwerke sei Nichtmitgliedern nicht zuzumuten.

 

Auch eine Regelung in Bezug auf ein Führungszeugnis und die Registrierungsgebühr wurde als unzulässig erklärt.

 

Weiterhin Bestand haben jedoch die Pflicht zur Offenlegung vereinbarter Vergütungen, die die Spielervermittler zunächst als Missachtung ihres Betriebsgeheimnisses erachtet hatten, sowie die Regelung zum Minderjährigenschutz, namentlich dem Verbot, im Fall der Vermittlung minderjähriger Spieler an den Vermittler eine Zahlung zu leisten. Dieser Minderjährigenschutz solle verhindern, dass minderjährige Fußballspieler nur durch finanzielle Anreize Transfers abschließen und so ohne gesicherte Perspektive Deutschland verlassen.



 
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