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Kunstfälscher Beltrachi muss Schadensersatz zahlen

Original oder Fälschung?



Maja-Marie von Heynitz
14.04.2016

Der berühmte und wohl größte Kunstfälscher unserer Zeit, Wolfgang Beltrachi, ist nach 4 jähriger Haftstrafe nun wieder auf freiem fuß.

 

Der begabte Künstler hat mehr als 100 Kunstwerke, hauptsächlich von Künstlern der Hochrenaissance, aber auch viele weitere sehr bekannte Künstler kopiert.

 

Mit den Fälschungen hat Beltrachi wahre "Wunderwerke" geschaffen und die Künstler wieder neu aufleben lassen. Er bezeichnet seine kopien jedoch nicht als einen "Raub" sondern vielmehr hat er sich die Initiallien der Künstler zu nutzen gemacht. Gemalt habe aber immernoch er selbst die Bilder. Und somit stellt sich die Frage "Fälschung" oder "Original"?

 

Wolfgang Beltrachi muss nun in seine eigene Tasche greifen und für seine eigens geschaffenen Werke/ Fälschungen, Schadensersatz an Käufer zahlen.

Mit seinen Fälschungen hat W. Beltrachi rund 15 Millionen Euro eingenommen. Aus seinem eigenen Immobilienvermögen hat er bereits zwei Millionen Euro Schadensersatz für gefälschte Werke wie einen "Heinrich Campendonk", an das Maltesische Unternehmen Trasteco Ltd. zahlen müssen.

Ein jahrelanger Prozess zwischen den Kunsthäusern Lempertz und Trasteco hat nun sein Ende gefunden. Durch einen Vergleich entschied das Gericht, dass nicht das Kölner Kunsthaus Lempertz für Schadensersatz aufkommen muss, sondern der Künstler- Wolfgang Beltrachi selbst.



 
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