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Abmahnwelle erwischt redtube-Nutzer

Ausgetrickst?!



Jens O. Brelle
16.12.2013

Tausende Nutzer der Porno-Streaming-Plattform redtube.com haben in den letzten Tagen unschöne Post von der Kanzlei Urmann + Collegen aus Regensburg bekommen. Darin wird ihnen vorgeworfen, die Urheberrechte des Films "Amanda's Secrets" verletzt zu haben. Urmann + Collegen verlangen eine unterschriebene Unterlassungserklärung und 250 Euro. Doch ganz so einfach ist der Fall nicht. Hier wurden die Filme nicht heruntergeladen oder zum herunterladen angeboten, sondern gestreamt. Und ob die technisch bedingte Zwischenspeicherung beim Streaming eine Urheberrechtsverletzung darstellt, ist noch umstritten. Bislang galt Streaming als "abmahnsicher". Und so stellt sich auch die Frage, wie die Kanzlei eigentlich an die IP-Adressen der Nutzer gekommen ist. Wurde das zuständige Landgericht Köln hier ausgetrickst?

 

Grundsätzlich werden Auskunftsbeschlüsse nach § 101 UrhG immer dann erteilt, wenn eine Urheberrechtsverletzung nicht ausgeschlossen werden kann. Die Anträge sollen laut Rechtsanwalt Christian Solmecke, denen der Filesharing-Verfahren ähneln. Und so kommt die Vermutung aus, dass das Gericht bewusst ausgetrickst wurde. Solmecke rechnet damit, dass noch weitere Nutzer abgemahnt werden. Er rät den Abgemahnten, die Unterlassungserklärung nicht zu unterschreiben und auch den geforderten Betrag nicht zu zahlen. Vielmehr solle Einspruch gegen die Abmahnung eingelegt werden. Wie jetzt bekannt wurde, ermittelt nun auch die Staatsanwlatschaft Köln in der Sache. Es bleibt also spannend!



 
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