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Neue Leitlinien für Scripted Reality-Sendungen

Desorientierung von jungen Zuschauern?



Jens O. Brelle
29.09.2014

Wer nachmittags den Fernseher einschaltet, sieht auf den Privatsendern das wirklich wahre Leben. Damit man nicht wirklich glaubt, dass das was man da sieht, das echte Leben ist, haben sich die Landesmedienanstalten und die Privatsender auf Leitlinien für eine Kennzeichnung dieser Sendungen geeinigt. Die Privatsender sollen nun freiwillig entsprechende Sendungen mit Warnhinweisen versehen. Nach Ansicht der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein haben die Scripted-Reality-Formate ein "erhebliches Potenzial zur Desorientierung von jungen Zuschauern". Sendungen wie "Betrugsfälle" oder "Mein dunkles Geheimnis" müssen nun mit "Der/Die Fall/Geschichte/Handlung ist (frei) erfunden/(frei) erzählt.",

 

 

"Alle handelnden Personen sind (frei) erfunden." oder "Nach einer/einem realen/tatsächlichen Geschichte/Handlung/Ereignis (frei) erzählt." gekennzeichnet werden. Viel Diskussion gab es darüber, zu welchem Zeitpunkt dieser Hinweis eingeblendet werden muss. Schließlich ist es nur zu einem Minimal-Kompromiss gekommen, da der Hinweis erst im Abspann gezeigt werden muss. Optional ist die Kennzeichnung am Anfang einer Sendung. Ob man damit die Zielgruppe besser schützt, ist fraglich.



 
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