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Neuer beugt sich Benimmregeln der Bayern-Ultras

Einmal Ultra, immer Ultra!



Jens O. Brelle
25.07.2011

Mit seinem Wechsel zu den Bayern hat der Nationaltorwart und bekennende Schalker Manuel Neuer viele Fragen aufgeworfen. Warum tut er das und was will ausgerechnet er bei den Bayern? Nun vielleicht lässt sich die Frage auch mit einem Blick in die Tabelle der letzten Bundesliga-Saison beantworten oder einfach damit, dass Neuer mit seinen 25 Jahren sportlich noch viel erreichen will. Und dass das bei den Bayern eher geht, als auf Schalke, dürfte klar sein. Dennoch hat sein Wechsel vorallem bei den Bayern-Ultras für Unmut gesorgt. Schon im Vorfeld kam es zu Spannungen und eindeutigen Plakaten gegen Neuer. Umso überraschender ist daher nun, dass sich Neuer mit den Bayern-Ultras geeinigt haben soll. Die Vertreter der Ultra-Szene haben dem Torwart einen strengen Verhaltenskodex vorgeschlagen, den Neuer ohne Widerworte akzeptiert haben soll.

 

Danach darf sich Neuer nicht der Tribüne nähern, auf der die Ultras sind, er darf sein Trikot nicht in den Supporter-Block werfen und auch das Megafon sollte er lieber nicht in die Finger kriegen. Dazu kommt ein Maulkorb in Bezug auf Aktionen der Ultras und die Aufforderung niemals das Wappen des FC Bayern zu küssen. Das alles beruht auf Gegenseitigkeit. So werden die Ultras nicht gegen Neuer hetzen, auch wenn er sich Patzer im Tor leistet. Man kann sich fragen, warum Neuer das macht. Will er sich einschleimen oder hat er Angst? Wohl kaum. Er war selbst ein Ultra, ein Schalker-Ultra und kennt sich in der Szene aus. Ein Schalker wird er deshalb immer bleiben, auch wenn er jetzt bei den Bayern spielt und bei offiziellen Anlässen Lederhosen tragen muss. Die haben ihm die Bayern-Ultras nämlich gelassen.



 
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