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Streit um Helmut Newtons Fotoband Sumo entschieden

Zähes Ringen!



Jens O. Brelle
20.01.2014

Der Bundesgerichtshof hat den Streit zwischen dem Verlag Schirmer/Mosel und dem Taschen Verlag um das Bildband "Sumo" entschieden. Der Taschen Verlag hatte zehn Jahre nach der erstmaligen Veröffentlichung von "Sumo" einen neuen Bildband in Zusammenarbeit mit der Witwe des Fotografen Helmut Newton herausgegeben. Der Verlag Schirmer/Mosel sah darin seine Urheberrechte an der Zusammenstellung der Bilder verletzt und klagte schließlich gegen den Taschen Verlag. Der BGH entschied, dass nicht nur für Bilder, Texte, Musikstücke als Einzelwerke urheberrechtlicher Schutz bestehen kann, sondern auch für Sammelwerke.

 

Voraussetzung ist hier, dass es sich bei der Auswahl und Anordnung der Bilder um eine persönliche geistige Schöpfung handelt. Zwar erfüllten die im Verlag Schirmer/Mosel veröffentlichten Bildbände die Voraussetzungen eines Sammelwerkes, der BGH kam jedoch zu dem Schluss, dass der Taschen Verlag keine wesentlichen Teile in sein Sumo-Band übernommen habe. Zwar böten beide Bände einen umfassenden Überblick über das Lebenswerk von Newton, die Ausgabe des Verlags Schirmer/Mosel sei jedoch thematisch enger konzipiert. Für den Taschen Verlag bedeutet die Entscheidung, dass "Sumo" weiter gedruckt und verkauft werden darf.



 
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